"Glaube Liebe Hoffnung"

Ödön von Horváth

Aufführungen in der Schauspielschule Mainz

Einführung 19:30 Uhr

Beginn jeweils 20 Uhr:

Fr., 02.06. 
Fr., 09.06.
Sa., 10.06.
So., 11.06
Do., 15.06.
Fr., 16.06

Kartenreservierung über E-Mail an info@schauspielschule-mainz.de oder telefonisch unter 06131 36 43 14

Der Weg in die Schauspielschule.

Unser 3.Jahrgang ist mitten in der heißen Probenphase für sein Abschlussstück 2017. Unter der Regie von Oliver Vorwerk wird "Glaube Liebe Hoffnung" von Ödön von Horváth auf die Bühne gestellt. Wie jedes Jahr wirken auch diesmal Schauspielschüler aus dem 1.Jahr als Regieassistenz mit. Ganz neu: Wir freuen uns auf die Kooperation mit dem Stadttheater Rüsselsheim, wo die Premiere des Abschlussstückes stattfinden wird!

"Abschlussprojekt: Schauspielschule Mainz zeigt „Glaube, Liebe, Hoffnung“ von Ödön von Horváth"

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"Wenn das, was der Abschlussjahrgang der Schauspielschule Mainz im Rüsselsheimer Theater auf die Bretter gestellt hat, als Qualitätsmerkmal für die Schule gelten kann, kann man den Leitern gratulieren." (Main Spitze, 29.5.2017)

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Info zum Stück

Elisabeth möchte ihre Leiche verkaufen. Denn sie braucht dringend Geld für einen Gewerbeschein, ohne den kann sie nicht arbeiten – ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld kein Gewerbeschein. Das Anatomische Institut hat Leichen genug, doch der Präparator leiht ihr die nötigen 150 Mark. Als aber herauskommt, dass sie mit seinem Geld eine Strafe abbezahlt und sich von Frau Prantl dieselbe Summe geliehen hat, wirft man ihr Betrug vor und steckt sie ins Gefängnis. Dass sie die Strafe nur bekommen hat, weil sie ohne Gewerbeschein gearbeitet hat, interessiert niemanden. Gesetz ist Gesetz und Mitgefühl ein Luxus, den man sich nicht leisten kann. Tapfer hält Elisabeth an der Hoffnung fest, dass auch ihr einmal ein kleines bisschen Glück zusteht, und wieder auf freiem Fuß verspricht sie sich vom Polizisten Alfons Klostermeyer nicht nur traute Zweisamkeit, sondern auch ein sicheres Einkommen. Doch kaum dass Alfons von ihrer Vorstrafe erfährt, trennt er sich und überlässt Elisabeth ihrem Schicksal.

Horváths „kleiner Totentanz“, 1932 nach einer Idee des Münchner Gerichtsreporters Lukas Kristl verfasst, seziert eine rücksichtslose Gesellschaft, deren Verhalten von Selbstsucht sowie einem unerschütterlichen Glauben an die Integrität der Instanzen geprägt ist und die an ihrer eigenen, allzu bequemen Passivität erstickt.